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| Wappenbeschreibung |
| Im Wappen finden sich die früheren Gemeindeteile wieder. Der Pfarrpatron in Oberernst war Christus (Salvator mundi = Erlöser der Welt), deshalb als eines der Symbole Christi das Kreuz, das außerdem als rotes Balkenkreuz in Silber das Wappen der ehemaligen Landesherrschaft, das Kurfürstentum Erzstift Trier, darstellt. Die 9 Kugeln weisen auf den Pfarrpatron von Niederernst, den Marschall St. Quirinius und seinen Wappenschild mit 9 Kugeln hin. Die Farbe Grün deutet auf Landwirtschaft und Weinbau. |
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| Ernst - Historie und Gegenwart |
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| Vor und Frühgeschichte |
Die ersten sesshaften Einwohner auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Ernst waren Bauernfamilien in der Jungsteinzeit. Sie lebten vor über 5000 Jahren auf den Moselhöhen der Gemeinde. Zahlreiche Funde wie Steinbeile und Getreidereibsteine deuten auf eine lange und dauerhafte Besiedlung hin. Auch aus römischer und vorrömisch-keltischer Zeit belegen Funde, dass auf dem Gebiet der Gemeinde Menschen ansässig waren. Wo diese Menschen lebten, lässt sich heute
nicht mehr bestimmen. Ein noch heute sichtbares Überrest aus dieser Zeit ist Teilstück einer römischen Straße im Ernster Wald.
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| Erste Erwähnung und weitere Entwicklung |
Die heutige Gemeinde Ernst besteht aus zwei früher eigenständigen Ortskernen: Oberernst und Niederernst. Eine alte Flurbezeichnung lautet daher zwischen den Dörfern". Erstmals erwähnt wird Oberernst 777/778 als Arnesche". Der Name wandelte sich dann im Laufe der Zeit über Ernesce" (um 1150), Erneza" (1161), Ernsch" (1377), Erntsch" (1435) und Ernsth" (1545) zum heutigen Ernst. Im Volksmund bzw. auf Plattdeutsch ist es noch heute Ernsch".
Angezogen durch den Weinbau verfügten viele Klöster und auch der Adel über reichen Besitz in Ernst. Im älteren Teil Oberernst standen die Pfarrkirche und das Rathaus. Bis Mitte des 17. Jh. wohnten hier die meisten Einwohner. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wandelte sich die Dorfstruktur.
Niederernst wurde immer größer, so dass dort um 1700 in der damaligen Herrenstraße, der heutigen Fährstraße, ein neues Rathaus gebaut werden musste.
Im Jahre 1815 kam das Rheinland zu Preußen und damit unter eine größere zentralstaatliche Verwaltung. Ober- und Niederernst wurden zu einer Gemeinde vereinigt und auf Anordnung der Königlichen Regierung geschah dies auch in baulicher Hinsicht. So enststanden an der Grenze beider Altgemeinden, also auf freiem Terrrain, zunächst 1833 die Schule, das heutige Bürgerhaus, und ein neuer Friedhof. Die neue Pfarrkirche, entworfen von Johann Claudius von Lassaulx, wurde 1845-48 genau in der Mitte errichtet.
Mit dem Bau der heutigen Moselstraße wurde ebenfalls 1845 begonnen. Hierdurch entstand zum ersten Mal ein Fahrweg von Ernst nach Cochem bzw. Ellenz. Sehr gute Weinjahre versetzten die Winzer in die Lage, an dieser Straße neu zu bauen. So stehen hier schöne Bauten des Spätklassizismus und des Historismus. Mit dem nach 1945 aufgesiedelten Neubaugebiet sind die alten Ortskerne nunmehr vollständig zusammengewachsen. |
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| Gegenwart |
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Ernst zu einem modernen Wein- und Ferienort entwickelt. Nach wie vor ist der Ort geprägt vom Weinbau und es sind noch viele Winzerbetriebe im Haupterwerb hier ansässig. Gleichzeitig hat die touristische Entwicklung dafür gesorgt, dass ein hervorragendes gastronomisches Angebot sowie moderne Gästezimmer und Ferienwohnungen die besten Voraussetzungen dafür schaffen, dass Gäste in einzigartiger Weise, die Kulturlandschaft Mosel erleben können.
Weit über seine Grenzen ist Ernst bekannt für ein ausgeprägtes Vereinsleben mit großem ehrenamtlichen Engagement für das Dorfleben, in das Gäste gerne eingebunden werden - frei nach dem Motto:
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